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Beobachtungsmöglichkeiten im Monat September 2026
zusammengestellt von Helmut Heinicke
Merkur geht im September bereits während der
Abenddämmerung unter und bleibt unsichtbar.
Venus:
Ihre Abendsichtbarkeit geht in diesem Monat zu Ende. Der Planet
kann dann höchstens noch tagsüber in der Nähe der Sonne beobachtet
werden.
Mars ist im September am
Morgenhimmel beobachtbar. Am 1. September geht der Planet um ca.
1:40 h MESZ auf, am Monatsende ca. 1/2 Std früher. Dank der steil
stehenden Ekliptik ergibt sich eine gute Sichtbarkeit. Mars hat
eine Helligkeit von ca. mag. 1,2, und einen scheinbaren Durchmesser
von gut 5". Für Fernrohrbeobachtungen kann Mars deshalb kaum etwas
bieten.
Jupiter ist im September ein
Planet des Morgenhimmels. Am 1. September geht Jupiter gegen 4:20 h
MESZ auf, am Monatsende bereits gegen 3:00 h Die steil stehende
Ekliptik unterstützt die gute Sichtbarkeit. Jupiter hat eine
Helligkeit von mag. -1,8 , bei einem scheinbaren Durchmesser von ca.
32".
Saturn: Am 1. September geht der
Ringplanet um 21:15 h MESZ auf, am Monatsende bereits 2 Stunden
früher. Er ist damit ein Planet der ganzen Nacht, wobei er aber in
der ersten Monatshälfte erst nach Mitternacht eine akzeptable Höhe
erreicht, weil vorher die Ekliptik noch sehr flach verläuft.
Seine Helligkeit beträgt etwa mag 0,4 . bei einem
Scheibchendurchmesser von 19". Man blickt von Süden auf die
Ringebene.
Uranus befindet sich zwischen den
Plejaden und den Hyaden.. Er geht am Monatsanfang gegen 23:00 h MESZ
auf. Die Ekliptik verläuft aber sehr flach, sodass er erst am
Morgenhimmel gut beobachtet werden kann. Am Monatsende geht er ca. 2
Stunden früher auf und ist besser zu beobachten. Seine Helligkeit
beträgt etwa mag. 5,7 bei 3,5" Scheibchendurchmesser.
Neptun steht ca. 10° westlich von Saturn, ist aber
schwieriger als Saturn zu beobachten. Seine Helligkeit beträgt nur
mag. 7,8 bei einem Scheibchen-Durchmesser von 2,3 ". Mitte des
Monats geht Neptun etwa um 20:00 h MESZ auf.
Sonne
Im aktuellen Sonnenfleckenzyklus zeigen sich oft nur wenige
Sonnenflecken. Auch die Chromosphäre zeigt nur wenig Aktivitäten
bezüglich Protuberanzen.
Mond
Am
11.9. ist Neumond, am 26.9. Vollmond.
Sternschnuppen
Gleich am Monatsanfang ist der
Meteorstrom der Aurigiden aktiv, deren Sichtbarkeit
allerdings durch den Vollmond stark beeinträchtigt wird. Nach den
Aurigiden kann der Meteorstrom der September - Perseiden
beobachtet werden. Der Ausstrahlungspunkt liegt im Perseus. Der
erwartete Höhepunkt liegt um den 9. September. Hier wird der Mond
zum Glück nicht stören. Ab dem 20. September setzt die Aktivität
der Südlichen Tauriden ein. Der Ausstrahlungspunkt
liegt im Bereich der Ekliptik.
Kometen
Es sind im September zwar einige Kometen am Himmel, die aber
alle sehr lichtschwach sind, und kaum zur Beobachtung einladen.
Fixsternhimmel
Nach Dunkelwerden steht
hoch im Süden das "Sommerdreieck": Vega in der Leier, Altair im
Adler und Deneb im Schwan. Westlich davon befindet sich der
Herkules, noch weiter westlich ist Bootes mit dem rötlichen Arktur
bereits am untergehen. Der Große Bär steht im Norden. Östlich vom
Schwan findet man den Pegasus und die Andromeda. Noch weiter im
Osten steht der Perseus, der Fuhrmann ist am Aufgehen. In der
zweiten Nachthälfte erscheint im Osten der Stier und etwas später
bereits der Orion und die Zwillinge.
Marsbedeckung durch den Mond vom 8.12.2022 um
6 Uhr bis 6 Uhr 6

Aufgenommen von Gerd Jooß mit 200/1000
Newton und 2x Barlow auf etwa 200 % vergrößert in Gerstetten
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